Integrative Ausbildung von blinden, sehbehinderten und hörgeschädigten Menschen gemeinsam
mit Nichtbehinderten zum Physiotherapeuten, Podologen und Masseur und med. Bademeister

Gesamtüberblick

Lymphologische Techniken zur Gelenkdrainage
Eine Fortbildung für Physiotherapeuten und Masseure mit abgeschlossener Lymphausbildung

Neurogenes Szenario
Störungen im Gelenkbereich werden von Rezeptoren des Nervensystems registriert. Die Informationen werden über elektrische Reize zum zentralen Nervensystem geleitet. Bei anhaltender Reizung der  Schmerzfasern können  in  den  Nervenzellen Mediatoren gebildet werden, die am Ort der Schädigung ausgeschüttet werden und dort zur Verschlimmerung der Ödemsituation und zur Zunahme des Schmerzgeschehens führen. Die Produktion der Mediatorstoffe ist von der Aktivität des Sympathicus  abhängig. Um den hohen Sympathicotonus zu senken, bedarf es eines Therapiekonzepts, das die lokale Therapie mit der MLD und eflexiv wirkenden Therapieformen verbindet. Im  Lehrgang  wird die praxisgerechte  Verbindung  beider Therapieformen  gezeigt  und  besprochen.

Lehrgangsunterlagen
Jeder Lehrgangsteilnehmer erhält ein Skript mit ausführlich beschriebenen praktischen Vorgehensweisen. Das Skript steht in Blindenschrift oder Schwarzschrift und als CD-ROM zur Verfügung.

Lehrgangsaufbau
Teil 1   Einführung und Behandlung der unteren  Extremitäten
Teil 2   Behandlung der Wirbelsäule, des Schultergürtels und der oberen Extremitäten

Unterrichtszeiten
Freitag von 9.00 - 18.00 Uhr
Samstag von 9.00 – 18.00 Uhr
Sonntag von  9.00 – 15.00 Uhr
Mittagspause: 1 Stunde, das Mittagessen kann in unserer Mensa eingenommen werden.

Termine
  •   11.05. - 13.05.2012 Kompaktlehrgang
  •  07.09. - 09.09.2012 Kompaktlehrgang

Lehrgangsleitung
Karl Metz, Fachlehrer für KPE, BFW Mainz

Wünschen Sie weitere Informationen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder wenden Sie sich an:

Sekretariat Fort- und Weiterbildung

Yvonne Lenzen
y.lenzen@bfw-mainz.de

Tel.: 06131-784-58
Fax: 06131-784-49


Behandlung der Muskeltriggerpunkte

Entstehung der Muskeltriggerpunkte
Über- und Fehlbelastungen, z. B. durch falsche Sitzhaltung am Arbeitsplatz, führen zu Veränderungen in der Muskulatur. In der Folge entwickeln sich Schmerzzustände, die sehr hartnäckig und quälend sein können. Dies ist dann der Zeitpunkt, an dem sich die Patienten in physiotherapeutische Behandlung begeben. Therapeuten versuchen dann eine Haltungskorrektur. Bei einigen Patienten gelingt dies nur mit mäßigem Erfolg. Die Gründe für den Misserfolg sind sicherlich vielfältig. Ein wichtiger Grund für das Misslingen einer Haltungskorrektur kann sein, dass die Veränderungen der Muskulatur sehr weit fortgeschritten sind und somit eine harmonische Muskelarbeit unmöglich ist.

Die Veränderungen in der Muskulatur
Innerhalb des betroffenen Muskels bildet sich ein verspanntes, deutlich tastbares Faserbündel aus. Innerhalb dieses Faserbündels finden sich tastbare Bereiche, die auf Druck empfindlich reagieren. Beim Auslösen der Empfindlichkeit entstehen z. T. ausstrahlende Schmerzen. Sie werden als Übertragungsschmerz bezeichnet. Weil das Schmerzgeschehen mechanisch auslösbar ist, werden die Muskelregionen mit Überempfindlichkeit als Triggerpunkte bezeichnet (Trigger = Auslöser).

Palpation
Zunächst wird der gesamte Muskel palpiert. Bei richtiger Palpationstechnik lassen sich die verspannten Faserbündel und die in ihnen enthaltenen Bereiche mit Überempfindlichkeit gut auffinden.

Grundsätzlich gibt es zwei Palpationstechniken:
1. Flächige, tiefe Palpation für  Muskeln, deren Masse nicht abzuheben ist.
     Dies sind in aller Regel flächige Muskeln.
2. Zangenpalpation wird bei Muskeln verwendet, die gut abzuheben sind.

Übertragungsschmerz
Jeder Muskel besitzt ein definiertes Schmerzmuster, das bei mechanischer Reizung des Muskels aktiviert werden kann. Anhand des Schmerzmusters kann man erkennen, ob es sich um einen Muskeltriggerpunkt oder einen Tenderpunkt handelt. Sie liegen nicht in der Muskulatur sondern in der Haut, in der Faszie oder an Sehnenansätzen. Tenderpunkte haben kein definiertes Schmerzareal. Der Unterschied zwischen Tender- und Triggerpunkten wird im Lehrgang genau besprochen.

Therapie
Viele Therapeuten kennen aus der Triggerpunkttherapie die Ischämische Drückung, bei der man mit den Fingern solange in die Tiefe drückt, bis man glaubt die Überempfindlichkeit beseitigt zu haben. Dies ist jedoch nur eine von vielen Techniken. Es lohnt sich auch andere Techniken kennen zu lernen, da man mit ihnen oftmals effektiver die Triggerpunkte beseitigen kann.

Diese Techniken lernen sie im Lehrgang kennen
- Tiefe Streichmassage
- Massagetechniken, die längs und quer zur Muskelfaserrichtung ausgeführt werden
- Ultraschalltherapie
- „Stripping“- Massage
- Thermotherapieverfahren

Kühlen und Dehnen
Diese beiden Techniken sind zentraler Bestandteil der Triggerpunkttherapie. Das Kühlen wird im Lehrgang ausschließlich mit Flockeneis oder Eislolly geübt. Auf die Verwendung von Kältespray wird verzichtet.

Wünschen Sie weitere Informationen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder wenden Sie sich an:

Sekretariat Fort- und Weiterbildung

Yvonne Lenzen
y.lenzen@bfw-mainz.de

Tel.: 06131-784-58
Fax: 06131-784-49

Hier unsere Termine:
Muskeltriggerpunkte (Physiotherapeuten und Masseure)

Kursleiter: Karl Metz

  • 08.03.2012 - 11.03.2012 Kompaktlehrgang
  • 15.11.2012 - 18.11.2012 Kompaktlehrgang

Neurodynamik Neuro- Orthopädisches Mobilisations Konzept


Kursbeschreibung mit Konzept:

Die Grundlage unserer therapeutischen Effektivität (besonders bei Patienten einer erworbenen Hirnschädigung) basiert auf fundiertem Wissen über die Funktionsweise des Nervensystems als übergeordnetes integratives Organ der Funktionskontrolle.
Eines der Probleme nach einer Hirnschädigung ist der abnormale Tonus (Hyper / Hypotonus).
Bei der Suche nach den hypothetischen Ursachen ist in den letzten Jahren vermehrt die reduzierte mechanische Anpassungsfähigkeit der neuralen Strukturen auf Bewegung als beitragender Faktor des veränderten Tonus im klinischen Denken mit berücksichtigt worden.
Dies hat zur Folge, dass vermehrt die Integration der neuralen Strukturen in die therapeutische Befundaufnahme und Behandlung eingegangen ist.
Dieser Kurs soll die Relevanz zwischen neuraler Immobilität und verändertem Tonus und die daraus resultierenden Funktions-beeinträchtigungen in Theorie und Praxis vermitteln.
Es werden sowohl die klassischen Teste, als auch die Physiologie / Pathophysiologie des Nervensystems gezeigt,
incl. der dafür erforderlichen Mobilisation der Gelenkstrukturen.
Zudem wird die notwendige Mobilisation des Zielgewebes
( Muskulatur ) in diesem Kurs durchgeführt.
Hierbei wird außerdem noch die Integration der Besonderheiten der Verarbeitung der Umwelt und der Körperwahrnehmung speziell bei zentral neurologisch betroffenen Patienten berücksichtigt.
Dieses wird in verschiedenen Patientenbeispielen (Demonstrationen durch die Kursleitung), als auch durch die Behandlung von Patienten( sowohl orthopädische, als auch neurologische ) durch die Kursteilnehmer vertieft.
Grundlage der Analyse der individuellen Problematik stellt die Abgleichung mit der normalen Bewegung dar.

Einsatzbereich:
Die Neurodynamik kommt zum Einsatz bei Dysfunktionen des zentralen und des peripheren Nervensystems, wie sie beispielsweise nach einem Schlaganfall aber auch bei einem Bandscheibenvorfall auftreten können.

Kursziel:
Die Teilnehmer/Innen können anhand grundlegender Untersuchungsverfahren die Neurodynamik untersuchen und sind in der Lage anhand der Befundanalyse spezifische neurale Behandlungsansätze zu planen und auszuführen.

Zielgruppe:
Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Ärzte

Kursleitung:
Rainer Schönhut
IBITA anerkannter Bobath Instruktor

Termin:
21.05.2012 -25.05.2012

Kursdauer:
5 Seminartage
von 8:30 bis 18:00 Uhr


BodyBalancePilates

Kursbeschreibung:
BodyBalancePilates ist eine Selbstbeobachtung des eigenen Körpers mit kontrollierten und fließenden Bewegungen.
Das Training der inneren Muskulatur ist schwierig in der Umsetzung wird aber bei Regelmäßigkeit mit guter Haltung, einem kräftigeren, flexibleren und ausdauernden Körper belohnt.
Das Muskuläre Gleichgewicht wird wieder hergestellt. Ausgewählte Übungen trainieren zugleich eine Vielzahl von Muskelgruppen. Der Körper wirkt straffer und konditionierter.
Diese weiterentwickelte Methode nach K.R.D. ist im medizinischen Sektor hervorragend anwendbar und darüber hinaus auch für andere Gruppen interessant. Die optimale Ausbildung fachkundiger und kompetenter Instruktoren ermöglicht es, diese einzigartigen Inhalte von BodyBalancePilates in ihren Trainingsinhalten individuell und effektiv zu vermitteln und die gewünschten Trainingsresultate zu erzielen, bei gleichzeitiger Vermeidung von Verletzungen.

Einsatzbereich/Anwendung:
ist groß ob Sie Kurse in der Physiotherapie-Praxis halten, für die VHS tätig werden, in Fitnesscentern oder ein zweites Standbein aufbauen wollen.
Ob für Kinder, Erwachsene, Senioren, Männer oder Frauen, die individuell anpassbaren Übungen sprechen alle Altersgruppen an und eignen sich für Rückenpatienten, zur Prävention, Schwangerschafts-Nachsorge, Osteoporose, Blasenschwäche oder Rehabilitation und Stressabbau im Alltag und vieles mehr.

Die Prinzipien:
Genauigkeit- Kontrolle- Zentrum sind ausschlaggebend, speziell, wenn mit „Dritten“ gearbeitet wird. Im Verlauf des Kurses werden u.a. an Probanden Erlerntes angewendet sowie der Aufbau einer Übungsstunde und die Anleitung des Matten-Programmes für Gruppen geübt.

Kurskonzept:
Ausbildung in 3 Modulen
-Beginner Kurs Modul I
-Intermediate Kurs Modul II
-Intermediate Kurs Modul III
-Selbststudium
-Üben am eigenen Körper
-Lektionsaufgaben
-Prüfung am Ende des Modul III

Kursziel:
Erlernen eines Grundlagen Matten- Programes und die Befähigung, diese Informationen im Einzel- und Gruppenunterricht weiterzugeben.

Kursleitung:
Kurt Rotter

Termin:
Modul 1 vom 19.04.-20.04.2012
Modul 2 vom 22.05.-23.05.2012

Modul 3 vom 27.06.-28.06.2012

Kursbeginn:
Tag 1 eines Moduls
von 10:00-19:00 Uhr,
Folgetage von 9:00-17.00 Uhr

Zielgruppe:
Physiotherapeuten, Masseure und med. Bademeister, Dipl. Sportlehrer, Ergotherapeuten, alle Interessenten insb. Berufe aus med. Bereichen



Ayurvedische Therapeutische Massage

1.Unterrichtsblock: Einleitung:
A. Grundprinzipien von Ayurveda:
- Elemente, Einteilung, Eigenschaften
- Doshas: Unterschiede Doshas,  
  charakteristische Eigenschaften
- Wie entstehen die Unausgeglichenheiten
- Was lernt Ayurveda, Unterschied zur
  westlichen Medizin
B. Grundtechniken ayurvedischer
   Heilmassage
  (therapeutische Massage)
- Anwendungen und Auswirkungen der
  ayurvedischen Massage auf den 
  Organismus
- welche Voraussetzungen soll der Masseur
  erfüllen
- Sauberkeit (körperlich und mental)
- Schutz für den Masseur
- Ausbalancierung des eigenen
  Körpergewichts während der Massage

2. Unterrichtsblock: Grundtechniken
    ayurvedischer Massage:  
A. Abhyanga Grundmassage
- Vorbereitung des Körpers
- Platzierung des Körpers
- korrekte Druckkraft
- Rhythmus der Bewegungen
- Positionierung der Hände des Masseurs
- Bewegungen
B. Mukhabhyanga Gesichtsmassage
- Entspannungstechniken Relaxations-
   technik
- Atemübungen
- Bewegungen
C. Siroabhyanga Kopfmassage
- Kopfhaltung
- Stellung der Finger auf dem Kopf
- Bewegungen
D. Hals und Rückenmassage in sitzender
  Haltung
- Entspannung von Halsbereich
- Entspannung von Schulter
- Lösung der versteiften Gelenke
- Öffnung des Brustbereiches
- Entspannung des Rückens
- Bearbeitung des 2. und 3. chakra in
  Sitzhaltung

3. Unterrichtsblock:
   Massage für vata pitta and kapha
A. Massage für Vata
- Die Bedeutung von Vata
- Stellungen für Vata Körper
- Massage der Vata Druckstellen
- Massagebewegungen
- Einstellung zu den Vata Patienten
B. Massage für Pitta
- die Bedeutung von Pitta
- Stellungen für Pitts Patienten
- Massage von Pitta Druckstellen
- Massagebewegungen
- Einstellung zu den Pitta Patienten

C. Massage für Kapha
- die Bedeutung von Kapha
- Einstellung zu den Pitta Patienten
- Stellen für Kapha auf dem Körper
- Udwarthanam (Massage mit
  Kräuterpulver)
- Gharshanam (Massage mit einem
  Gemisch von Pulver und Öl)
D. Thirummal (Massage mit den Füssen
   nach Kerala Art) Einleitung
- Massagetechniken
- Bewegungen
- Muskel und deren Wechselwirkungen
- Korrekturen der Körperhaltungen

4. Unterrichtsblock:
    spezielle Massagetechniken:
A. Thirummal Folge
- Massagetechniken
- Bewegungen
B. Chavuttithirummal ayurvedische
  Massage mit den Füssen
- Massagetechniken
- Anwendung korrenter Massagetechnik
- Anwendung korrenter Massagedruck
  und Rhythmus
- Grundbewegungen
C. Marma Massage (Einleitung)
- Was sind die Marmas
- Wechselwirkungen von Marmas und
  Chakras
- Die wichtigsten Marmastellen
- Die Chakras spüren
- Bearbeitung der Marmastellen
D. Padabhyanga (Massage von den
  Füssen)
- Ansatzpunkte auf den Füssen
- Bewegungen
- Massagetechniken

Abschluss mit Prüfung

Kursleitung:
Dr. Kiran Achutha Bhat, BAMS

Kursdaten:
- 25.05.2012 bis 28.05.2012 Teil 1
- 15.06.2012 bis 17.06.2012 Teil 2
- 17.08.2012 bis 19.08.2012 Teil 3
- 14.09.2012 bis 16.09.2012 Teil 4

Kurszeiten:
Freitag:   13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Samstag:  9:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Sonntag:   9:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Zielgruppe:
Masseure und med. Bademeister,
Physiotherapeuten, Heilpraktiker,
Ärzte und Hebammen








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