Integrative Ausbildung von blinden, sehbehinderten und auch hörgeschädigten Menschen gemeinsam mit Nichtbehinderten zum Physiotherapeuten und Masseur und med. Bademeister
Das Bobath-Konzept ist ein Therapieansatz zur Behandlung von Patienten mit Bewegungsstörungen, die durch eine Schädigung im ZNS verursacht werden. Diese Patienten zeigen Abweichungen des Muskeltonus, der Wahrnehmung sowie Bewegung und Funktion. Die Voraussetzungen der normalen Bewegung sind nicht mehr gegeben. Durch die Ausnutzung der Plastizität des Gehirnes gelingt der Bobath-Therapie eine Verbesserung in den oben genannten Bereichen und eine weitestgehende Selbstständigkeit.
Ziel dieser Therapie ist eine Optimierung und Verbesserung von Haltungskontrolle, selektiver Bewegung, Funktion und Partizipation.
Inhalte des Grundkurses: Neurophysiologische Grundlagen des Bobath-Konzeptes, Analyse der normalen Bewegung und ihre Abweichungen bei Patienten Techniken der Befunderhebung, Entwicklung von Problemlösungen und Anwendung spezifi scher Fazilitationsmöglichkeiten zur Anbahnung von Funktionen in Bezug zum Alltag.
Ausbildungsorganisation: Die Ausbildung enthält theoretische und praktische Anteile. Die Teilnehmer arbeiten praktisch miteinander und unter Anleitung am Patienten. Im Kurs werden Lernziel-Kontrollen durchgeführt, die z. B. die Erstellung einer Projektarbeit und die Erhebung eines Befundes undBehandlungsplanes enthält.
Abschluss: Besteht der Teilnehmer den Grundkurs erfolgreich, erhält er ein Kurszertifikat, das zur Abrechnung nach den Heilmittelrichtlinien berechtigt.
Teilnahmebedingung: Zu den Kursen werden Physio- und Ergotherapeuten mit abgeschlossener Berufsausbildung und 12 Monaten Vollbeschäftigung oder entsprechender Teilzeitbeschäftigung zugelassen.
Ausbildungsdauer: Der Bobath-Grundkurs besteht aus 168 Unterrichtsstunden à 45 Minuten.
Fortbildungspunkte: 60 Fortbildungspunkte
Referent: Sven Ohlhäuser
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