Bibliothek/Druck/Ton
| Unsere Bibliothek |
| Bibliothek, Druckerei, Modellraum und Tonstudio Neben der Ausbildung durch speziell qualifizierte Fachkräfte im Lehrbereich verfügt das BFW Mainz im Rahmen der ausbildungsbegleitenden Dienste über eine umfangreiche Fachbibliothek, eine hauseigene Schwarzschrift- und Punktschriftdruckerei und ein Tonstudio. Das Angebot wird ergänzt durch taktile Medien, vor allem eine Vielzahl von anatomischen Modellen zur Vermittlung des Stoffes im Unterricht. Die Versorgung mit individuell zugeschnittenen Lehrmaterialien und der Zugang zu Literatur bilden eine wesentliche Grundlage für das Lernen. ![]() Zu Beginn ihrer Ausbildung erhalten unsere Rehablilitanden und Teilnehmer eine Grundausstattung an Skripten, Arbeitsunterlagen und Lehrbüchern. Die Skripten werden in unserer hauseigenen Druckerei hergestellt: als Schwarzschriftausgabe, also der von Sehenden genutzten Schrift, in verschiedenen Schriftgrößen, als Punktschrift (Brailledruck) oder digital, auf den individuellen Bedarf abgestimmt. In unserer Bibliothek stellen wir unseren Teilnehmern zusätzlich Literatur zur Ausleihe zur Verfügung. Es handelt sich hier überwiegend um Fachbücher und Fachzeitschriften, die in Schwarzschrift zur Verfügung stehen, zum Teil aber auch in Punktschrift und in digitalisierter Form vorliegen. Auch Filme auf DVD können ausgeliehen werden. In unserem Tonstudio werden CDs und DVDs für hausinterne Zwecke produziert, Film- und Tonaufnahmen hergestellt, Texte aufgesprochen und die Hörzeitschrift Pulsschlag in Zusammenarbeit mit dem DBSV erstellt. Technische Voraussetzung, Hilfsmittel, Arbeitsplatzausstattung für Blinde und Sehbehinderte Unsere nicht-behinderten Teilnehmer nutzen Literatur aus den Fachbereichen Massage, Physiotherapie, Medizin und angrenzenden Fachgebieten für ihre Ausbildung. Für die stark sehbehinderten und blinden Teilnehmer jedoch ist ein Zugang zu diesen Büchern nur über elektronische Hilfsmittel möglich. Technische Hilfsmittel müssen hier individuell zum Einsatz kommen. Blinde und sehbehinderte Menschen arbeiten oftmals mit Sprachausgaben, Vergrößerungssoftware oder Braillezeilen (Blindenschriftausgabegeräten), die über Notebook oder PC bedient werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Texte in digitaler Form (z.B. als Word-Datei) vorhanden sind. Hierfür stehen in der Bibliothek für die Teilnehmer PC-Arbeitsplätze und das Internetcafe zur Verfügung. Hier können über unseren Bibliotheksserver verschiedenste Informationen auch außerhalb der Öffnungszeiten abgerufen werden. Diese Teilnehmerarbeitsplätze sind natürlich mit besonderer Soft- und Hardware ausgerüstet: Screenreader, Braillezeile, Sprachausgabe, Scanner, Punktschriftdrucker, Schwarzschriftdrucker, Vergrößerungssoftware (z.B. Zoomtext), Bildschirmlesegerät mit Kamerasystem. Dies soll im Folgenden näher erläutert werden: Screenreader Übersetzt heißt Screenreader Bildschirmleseprogramm und ist eine Software, die Blinden und Sehbehinderten Informationen vermittelt, die normalerweise auf dem Bildschirm ausgegeben werden, und zwar akustisch mittels Sprachausgabe und / oder taktil mittels Braillezeile. Die gesamte graphische Benutzeroberfläche wird bedienbar, also nicht nur Texte, sondern auch grafische Elemente wie Fenster, Menüs, Auswahlboxen, aktuelle Eingabeposition, Symbole. Die Bedienung ist ohne Maus, ausschließlich über die Tastatur durch shortcuts (Tastaturkürzel) möglich. Das Lesen und Bedienen von Webseiten ist möglich. Visuelle Inhalte, also Grafiken, Animationen, Videos werden als Alternativtexte vorgelesen. Voraussetzung ist eine barrierefreie Gestaltung der Webseite. Bekannte Screenreader sind Virgo, Jaws, Blindows, Supernova u.a. Die Braillezeile Auf der Braillezeile wird in der von Louis Braille erfundenen 6-Punkt-Schrift die Zeile im Schwarzschrifttext angezeigt, in der sich der Cursor gerade befindet, so kann der Text zeilenweise mitgelesen werden, oder einzelne Wörter nachgelesen werden, wenn in Kombination mit der Sprachausgabe gearbeitet wird. |
| Punktschriftdrucker Texte können nach Umwandlung durch eine spezielle Software in Punktschrift (Kurz-oder Vollschrift) ausgedruckt werden. Sprachausgabe (mit Kopfhörer) Mittels einer Sprachausgabe-Software können digital vorhandene Texte mit Hilfe einer künstlichen Sprache vorgelesen werden. Sprache, Sprechgeschwindigkeit und Tonhöhe können reguliert werden. Oft wird die Sprachausgabe mit der Braillezeile kombiniert, d.h. man lässt sich den Text vorlesen und verfolgt ihn gleichzeitig auf der Braillezeile, bzw. liest einzelne Worte (Fachausdrücke) oder Inhalte auf der Braillezeile noch einmal genauer nach. Scanner und Schwarzschriftdrucker Mit einem handelsüblichen Scanner können Texte eingescannt und mit einer besonderen Software (z.B. Textbridge) so umgewandelt werden, dass sie mit der Sprachausgabe vorgelesen werden können, bzw. mit der Braillezeile mitgelesen werden können. Manche Sehbehinderte brauchen eine besonders große (oder, z. B. bei Retinitis Pigmentosa „Tunnelblick“, eine besonders kleine) Schriftgröße. Eingescannte oder digital vorhandene Texte können im PC in verschiedene Schriftgrößen umgewandelt und dann direkt ausgedruckt werden. Vergrößerungssoftware - Zoomtext Einen Text in Word kann man problemlos auf dem Bildschirm vergrößern. Eine besondere Vergrößerungssoftware ermöglicht es Sehbehinderten, auch die Symbole auf dem Desktop so groß wie erforderlich darzustellen. Farben und Helligkeiten können je nach Erfordernis beliebig verändert werden. Der Cursor kann auf verschiedene Arten angezeigt werden, so dass er besser auf dem Bildschirm zu sehen ist. Es bestehen vielfältige Möglichkeiten individueller sehbehindertenspezifischer Darstellungsformen. Bildschirmlesegerät Mit einem Bildschirmlesegerät, ein am PC angeschlossenes Kamerasystem mit verschiebbarer Auflagefläche für Zeitschrift oder Buch, können Texte und Bilder auf dem Bildschirm des PCs vergrößert dargestellt werden. Auch hier bestehen vielfältige Möglichkeiten der optischen Darstellung, sei es durch veränderte Farben, inverse Darstellung u.v.m.. Parallel oder wechselweise zu dem auf dem PC-Bildschirm angezeigten Bild kann man einen Teil des Bildschirms für die Computerarbeit verwenden. |
Öffnungszeiten der Bibliothek und des Modellraums: Montag bis Donnerstag: 09.00 Uhr bis 09.15 Uhr 10.45 Uhr bis 11.00 Uhr 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr 15.00 Uhr bis 15.15 Uhr Freitag: 09.00 Uhr bis 09.15 Uhr 10.45 Uhr bis 11.00 Uhr (Für Teilnehmer im Praktikum auch außerhalb der Öffnungszeiten) Ansprechpartner: Petra Maria Becker M.A.: Tel.: 06131 784-16 P.Becker@bfw-mainz.de Larissa Bente: Tel.: 06131 784-15 L.Bente@bfw-mainz.de Erika Illgen: Tel: 06131 784-12 E.Illgen@bfw-mainz.de Andreas Möller: Tel.: 06131 784-38 Tonstudio@bfw-mainz.de Heike Ehrhardt: Tel.: 06131 784-12 Das Bibliotheksteam von links nach rechts: Heike Ehrhardt, Erika Illgen, Petra Maria Becker, Andreas Möller, Larissa Bente ![]() |

