Aktuell
| Tag der offenen Tür des Berufsförderungswerkes Mainz am 04.07.2010 |
Am Sonntag den 04.07.2010 fand auf dem Gelände des Berufsförderungswerkes Mainz bei herrlichem Sommerwetter der diesjährige Tag der offenen Tür statt. Alle Interessierten konnten sich an diesem Tag ausführlich über das Ausbildungsangebot des BFW Mainz informieren und die Räumlichkeiten und Ausstattung der Einrichtung kennenlernen. Neben zahlreichen Mitmach- und Informationsangeboten rund um Bewegung, Gesundheit und physikalische Therapie bestand zudem die Möglichkeit eine entspannende Massage in der eigenen Praxis zu genießen oder die schmerzlindernde Wirkung des Kinesio-Taping kennen zu lernen. Für eine zwischenzeitliche Abkühlung sorgte das Wassertreten im Hydrotherapiebereich des BFW. Die Herstellung blinden-, sehbehinderter-, und hörgeschädigtenspezifischer Medien sowie diverse technische Hilfsmittel konnten im Rahmen einer Ausstellung sowie im hauseigenen Tonstudio und der Bibliothek kennengelernt werden. Eine besondere Sinneserfahrung unter dem Motto „ Wie man sieht, wenn man nichts sieht“ ermöglichte der Besuch der „Dunkelbar“. Wer seine Augen und Ohren selbst testen wollte, konnte hierzu das Angebot der Fa. Wachsmann Optik nutzen oder an einem Hörtest teilnehmen. Besonders freute sich das BFW Mainz an diesem Tag über den Besuch des ehemaligen Rehabilitanden und paralympischen Goldmedaillengewinners Gerd Gradwohl, der mit einem Vortrag zum paralympischen Sport und offenen Fragerunden rund um das Thema „Selbständigkeit als behinderter Mensch“ zum Programm des Tages beitrug. Das Küchenteam des BFW Mainz verwöhnte die Gäste mit regionalen Spezialitäten, während das Allround Swingtett aus Bad Kreuznach für die musikalische Unterhaltung sorgte. Spielen, Malen, Turnen und nicht zuletzt ein Sprung ins kühle Schwimmbecken sorgte auch bei den kleinen Besuchern für reichlich Abwechslung. Mit der Verkündung der diesjährigen Gewinner des Preisausschreibens durch den Geschäftsführer des BFW Mainz Herrn Hans-Dieter Herter endete am späten Nachmittag ein abwechslungsreicher und informativer Tag der offenen Tür am Berufsförderungswerk Mainz. |
| Projektbericht MTU |
| (Weitere Informationen zu dem Ausbildungsgang Medizinische Tastuntersucherin finden Sie in der Rubrik AUSBILDUNG) Seit 01. Februar 2010 absolviert eine Teilnehmerin sehr engagiert diese Qualifizierungsmaßnahme zur MTU im Berufsförderungswerk Mainz. Der sechsmonatige theoretische Teil der Maßnahme steht kurz vor dem Abschluss. Daran schließt sich ein zweiwöchiges Klinikpraktikum in der gynäkologischen Abteilung einer mit uns vor Ort kooperierenden Klinik an. Ab Mitte Juli, nach bestandener theoretischer Prüfung, folgt die weitere dreimonatige praktische Qualifizierung - dann in einer wohnortnahen gynäkologischen Praxis. Wir wünschen unserer angehenden MTU für die folgenden Ausbildungsabschnitte und Prüfungen viel Erfolg. Unser MTU-Projektteam: (von links nach rechts N.Ploghaus / Projektkoordination S. Kramer /Ausbilderin A. Scheidl / Teilnehmerin M. Rönnebeck / Ausbilderin) |
| Integrative Ausbildung hörgeschädigter Menschen |
(Aus Gründen der Vereinfachung wurde in dem folgenden Bericht auf die weibliche Form der Berufsbezeichnung verzichtet.)![]() Seit Oktober 2009 bietet das Berufsförderungswerk Mainz im Rahmen eines in Deutschland einmaligen Projekts interessierten Personen mit einer Hörbeeinträchtigung eine 6-semestrige qualifizierte Ausbildung zum „Staatlich geprüften Physiotherapeuten“ an. Sie ist gemäß der Tradition des Berufsförderungswerkes Mainz in einem integrativen Setting konzipiert, d.h. die angehenden hörgeschädigten Physiotherapeuten werden zusammen mit hörenden Teilnehmern ausgebildet. Neben einer fundierten fachtheoretischen Ausbildung werden Kenntnisse und Fertigkeiten der praktischen physiotherapeutischen Tätigkeiten vermittelt. Hierbei findet die spezielle Kommunikationssituation Hörgeschädigter eine besondere Berücksichtigung. „YES, WE CAN !“ – Angehende hörgeschädigte und hörende Physiotherapeuten der integrativen Ausbildungsgruppe am Berufsförderungswerk Mainz zusammen mit Projektleiterin Beatrice Graff. Die Realisierung des Berufswunsches „Staatlich geprüfter Physiotherapeut“ bei Personen mit einer hochgradigen Hörbeeinträchtigung ist bislang oft an den vorhandenen Ausbildungsmöglichkeiten gescheitert bzw. konnte infolge der Kommunikationsproblematik nur mit größten Schwierigkeiten realisiert werden. Nach einem intensiven planerischen Vorlauf hat sich die Leitung des Berufsförderungswerks Mainz entschlossen, hörgeschädigten Interessenten ab Oktober 2009 die Möglichkeit zu eröffnen, eine qualifizierte fachtheoretische und –praktische, 6-semestrige Ausbildung zum Physiotherapeuten zu absolvieren. Das Berufsförderungswerk Mainz ist seit vier Jahrzehnten bekannt für eine erfolgreiche Ausbildung blinder und sehbehinderter Menschen in einer integrativ organisierten Form, d.h. zusammen mit Teilnehmern ohne Sehbehinderungen. In Mainz hat man nun das Pendant zu dieser Ausbildungsart geschaffen, indem man Personen mit Hörbehinderungen zusammen mit Teilnehmern ohne Hörbeeinträchtigungen unterrichtet und zur staatlichen Prüfung führt. Auch hier steht das integrative Setting, die später im physiotherapeutischen Alltag existierende Berufsrealität im Vordergrund der Ausbildung. Obwohl Beeinträchtigungen des Hörens und des Sehens den Sinnesbehinderungen zuzuordnen sind und somit eine - kommunikativ gesehen - ähnlich wirkende Dysfunktion aufweisen, war es von vornherein klar, dass die beiden Behindertengruppen nicht zusammen unterrichtet werden können. Zu verschieden sind die kommunikationsrelevanten Auswirkungen, der Einsatz technischer Hilfen und die unterrichtsdidaktischen Konstellationen und Erfordernisse. Zentrale Problematik der fachtheoretischen Unterrichtung und fachpraktischen Ausbildung Hörgeschädigter – nicht nur zum Physiotherapeuten - stellt deren lautsprachlich dominante Ausrichtung dar, insbesondere unter den Gegebenheiten einer integrativen Zielorientierung. Hier betritt das Berufsförderungswerk Mainz „kommunikatives Neuland“, indem es den hörgeschädigten Ausbildungsteilnehmern unter anderem mit Hilfe einer digital über das Internet bereitgestellten simultanen Transkription von im Unterricht dargebotener Lautsprache in die Schriftsprache („Schriftdolmetschen“) ein optimales Maß an Verständlichkeit in den fachtheoretischen Fächern ermöglicht. Diese für Hörgeschädigte grundsätzlich kommunikativ positiv wirkende Unterrichtsassistenz wird im Rahmen des Projekts „VerbaVoice“ angeboten und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, den Europäischen Sozialfonds, die Europäische Union u.a. gefördert. Das Mainzer Angebot hat bereits ein reges Interesse in den digitalen Medien und Printmedien der hörgeschädigtenspezifischen Presse gefunden, was durch anhaltende Bewerbungen hörgeschädigter Interessenten um einen Ausbildungsplatz bewiesen wird. Das Projekt „Ausbildung hörgeschädigter Menschen zu Physiotherapeuten“ steht unter der Projektleitung von Frau Beatrice Graff ![]() und pädagogischen Beratung von Herrn Gunter Erbe |
| Nachbefragung der Absolventinnen/Absolventen: Mitmachen lohnt sich! |
| Das Berufsförderungswerk Mainz betreut die Absolventinnen/Absolventen auch bis zu 2 Jahren über das erfolgreich abgelegte Staatsexamen hinaus hinsichtlich der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz. Die Teilnehmer/innen werden 6 Monate, 12 Monate und 24 Monate nach bestandender Prüfung in Form eines vorgegebenen Fragebogens von den Mitarbeitern des Integrationsmanagements angeschrieben. Aktuell wurden die Teilnehmer/innen aus den Abgangsjahren 03/2007 (2Jahre), 09/2008 (1 Jahr) und 03/2009 (6 Monate) angeschrieben. Die Ergebnisse sind bereits ausgewertet. Bei dieser Befragung haben wir unter allen Einsendungen ein tolles Notebook der Marke Toshiba, Modell: L555-10M mit 17,3“ Display inklusive einer entsprechenden Notebooktasche verlost. Die glückliche Gewinnerin absolvierte im Abgangsjahr 09/2008 ihre Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin an unserer Einrichtung. Sie wurde von uns vorab schriftlich benachrichtigt. Das Gerät haben wir vor den Weihnachtsfeiertagen 2009 als Paket an sie verschickt. Wir hoffen, die Gewinnerin demnächst nochmals in Mainz begrüßen zu dürfen, um diesen Bericht ggf. mit einem entsprechenden Bild zu erweitern. Das Team des Integrationsmanagements wünscht ihr mit dem Gerät viel Erfolg! |
| Neue Ideen für anderes Essen. |
![]() Steigen Sie ein in eine neue, andere, gesündere Dimension des Essvergnügens! Seit 17. August 2009 im Berufsförderungswerk Mainz. Eine interessante, quicklebendige Alternative für leichteres und bewussteres Essen bei dessen Zutaten wir ganz besonders auf frische, regionale Erzeugnisse der jeweiligen Jahreszeit setzen. Unser Küchenteam will Ihnen mit ![]() ein feines, frisches, leichtes und gesundes Essen offerieren. Reich an Vitaminen, Ballaststoffen und geschmacklicher Prägnanz, erschließen Sie mit reha line Ihrem Körper neue, vitale Ressourcen und ein zusätzliches Stück Gesundheit und Lebensfreude. fein - frisch - leicht - gesund ![]() Für eine erfolgreiche, dauerhafte Fitness bzw. Gewichtsreduktion ist Sport mindestens genauso wichtig, wie das Erlernen eines gesünderen Ernährungsverhaltens. In dem Online-Buch "Schlank werden - so klappt es!" von Eva Schumann wird folgende Empfehlung zur sportlichen Betätigung gegeben. "Gut zur Fettverbrennung ist ein Puls von knapp 160 minus Lebensalter. Diese Pulsfrequenz erreicht man auch sehr gut bei strammen Spaziergängen oder lockerem Joggen. Sie sollten dabei eine leichte Anstrengung verspüren, aber noch in der Lage sein, sich zu unterhalten. Halten Sie Ihren Puls mindestens 30 Minuten auf diesem Level. Wenn Sie unsicher sind, wie Ihr idealer Trainingspuls aussehen sollte, wenn Sie sehr dick sind und wenn Sie schon lange keinen Sport mehr betrieben haben, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt, damit er Sie in dieser Hinsicht berät. (Quelle: Online-Buch "Schlank werden - so klappt es!" von Eva Schumann, 18.11.2002) Der durch Dauersportarten gesteigerte Energieumsatz ist von der Sportart, der Trainingsdauer, der Belastungsintensität und vom Körpergewicht abhängig, d.h. eine schwere Person verbrennt mehr Energie beim Sport als eine Person mit weniger Kilos. Weitere Inhalte in Kürze. |
| Ab 01. Oktober 2009 |
Das Berufsförderungswerk Mainz stellt für Hörgeschädigte eine neue Ausbildungsmöglichkeit in dem qualifizierten Beruf des Physiotherapeuten vor. Seit mehr als 40 Jahren bildet das Berufsförderungswerk Mainz blinde, sehgeschädigte und sehende Menschen zu Physiotherapeuten, Masseuren und med. Bademeistern aus. In den letzten Jahren hatten und haben wir immer wieder auch hörgeschädigte Schüler in der Ausbildung, die wir mit bestmöglicher Unterstützung und gutem Erfolg zum Staatsexamen und in den ersten Arbeitsmarkt bringen konnten. Sehschädigungen und Hörschädigungen erfordern ganz unterschiedliche und individuelle Ansätze bei der Vermittlung des Unterrichtsstoffes. Deshalb haben wir uns entschieden, ab Oktober 2009 eine eigene Gruppe für Hörgeschädigte zu etablieren. Auch in diesem neuen Element unserer Ausbildung wollen wir unserem Grundsatz der integrativen Ausbildung treu bleiben. Die Hörgeschädigten werden mit Hörenden gemeinsam beschult. Die integrative Ausbildung bereitet die Teilnehmer besser auf den Berufsalltag vor, denn hier müssen sie mit dem Nichtbehinderten konkurrieren können. Die Integration in den Arbeitsmarkt ist für uns oberstes Ziel. Wir fördern unsere Teilnehmer besonders durch die Vermittlung von Schlüssel- und Gesundheitskompetenz, sowie viele weitere Maßnahmen, z.B. Bewerbertraining, Kommunikationstraining, Individualförderung um nur einiges zu nennen. Die schulische Ausbildung zum Physiotherapeuten dauert generell drei Jahre und ist nach dem SGB IX förderungswürdig. Die eigene, geschlossene Gruppe wurde in die Maßnahmeplanung und Preisverhandlung für das Jahr 2009 aufgenommen und bewilligt. Die Ausbildung besteht aus einem theoretisch-praktischen Teil im schulischen Unterricht und einer praktischen Ausbildung am Patienten. Die Ausbildung am Patienten findet in den mit uns kooperierenden Krankenhäusern, Rehazentren und Praxen statt. Die Unterrichtsräume sind mit Induktionsschleifen ausgerüstet und schallgehemmt. Für den Unterricht werden die Teilnehmer mit Notebooks und dem notwendigen Lernmaterial ausgestattet. Voraussetzung für die Ausbildung ist der Realschulabschluss, Berufsfachschulabschluss oder Abitur. Die Unterbringung auswärtiger Teilnehmer erfolgt in Einzelzimmern unserer Wohnhäuser. Für die Aufnahme ist ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich. Aussagekräftige Bewerbungen (Anschreiben, Lebenslauf mit Bild, letztes Schulzeugnis) richten Sie bitte an: Berufsförderungswerk Mainz Frau Beatrice Graff Lortzingstr. 4 55127 Mainz ![]() |



